#Weltenbummler

Philippe Kumbier (33)

  • Beruf: Enterprise Account Manager
  • Dienstgrad/Funktion: Feuerwehrmannanwärter
  • Einheit: Löscheinheit Rheurdt

Während des Studiums zog es ihn unter anderem nach Mexiko, Australien und England. Nach dem Studium ging es für ihn zunächst nach Frankfurt, dann nach Stuttgart, nach Krefeld und schließlich im Februar 2020 endlich nach … Rheurdt. Hier sei er nun vollends angekommen und haben eine neue Heimat gefunden. Heute arbeitet er als Enterprise Account Manager bei Cisco – einem Arbeitgeber, dem er auch seine heutige Tätigkeit bei der Feuerwehr zu verdanken hat. Philippe ist tatsächlich der typische Quereinsteiger, denn er hatte noch nie auch nur irgendetwas mit der Feuerwehr zu tun.

„Auf der Arbeit haben wir jährlich einen sogenannten ‚Giving-Back-Day‘ – ein Tag, an dem wir uns gänzlich einem wohltätigen, gemeinnützigen Zweck widmen. Dieser Tag ist immer ein echtes Highlight im Terminkalender und hat mein Interesse etwas zurückzugeben geweckt.“ Zusätzlich gibt es in seiner Firma jährlich ein großes Event, zu dem auch inspirierende Redner/-innen eingeladen werden. Das Thema des letzten großen Events war „Positive Impact“, also der positive Einfluss, den jeder und jede von uns ganz persönlich haben kann. Zu diesem Thema hielt Alex Sheen, ein bekannter Gründer und Speaker, einen beeindruckenden Vortrag unter dem Titel „Because I said I would“ (Vortrag ansehen: https://youtu.be/Iooz1TrCmbs). Er sprach von Versprechen, von echten Vorhaben. Von Dingen, die man sich vornimmt und wirklich in die Tat umsetzt und nicht auf morgen verschiebt. Konkrete Pläne und ihre Umsetzung. Bei diesem Vortrag fiel in Philippes Kopf ein Groschen. „Wir führen in Deutschland so ein privilegiertes Leben in Sicherheit und Wohlstand“, dachte er sich, „da muss man auch mal etwas zurückgeben“. Und so beschloss er, sich auf der Arbeit dem Emergency Response Team, einer Gruppe von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die im Notfall Erste Hilfe leisten und Evakuierungsmaßnahmen ergreifen, anzuschließen. In dieser Gruppe entstand der Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen, die in Hilfsorganisationen und der Freiwilligen Feuerwehr aktiv sind. Durch sie erfuhr ich erstmals davon, dass das Hilfswesen in Deutschland zum Großteil auf ehrenamtlichem Engagement beruht. Das hat mich im ersten Moment gewundert, im zweiten Moment wusste ich, dass ich dieses System unterstützen möchte. Und zwar direkt in meiner neuen Heimat in Rheurdt, wo ich auf diese Weise direkt neue Leute kennenlernen kann.