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Feuerwehr-Tipps für die Silvesternacht

Kreisbrandmeister Reiner Gilles warnt vor dem leichtsinnigen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Was beim Anzünden von Böllern und Raketen zu beachten ist - und wie man mit sogenannten "Versagern" umgeht.

Alle Jahre wieder kommt es zu leicht vermeidbaren Unfällen und Bränden in der Silvesternacht, weil leichtsinnig mit Feuerwerkskörpern hantiert wird. Umso wichtiger ist der richtige Umgang mit Raketen oder Böllern. Daher möchte der Kreisfeuerwehrverband Kleve mit Kreisbrandmeister Reiner Gilles an der Spitze einige vorbeugende Tipps geben, damit der Start ins neue Jahr möglichst unbeschwert vonstatten geht.

Arbeitsreiches Wochenende

Fr29Dez2017

Die Feuerwehr Rheurdt kann auf ein  arbeitsreiches  Wochenende am 9. und 10. Dezember zurückblicken. Zunächst wurde der Löschzug Rheurdt am Samstagmorgen zu einem  umgestürzten Baum am Oermter Berg alarmiert der die Straße und den Radweg blockierte. Der Baum wurde mittels Kettensäge zerkleinert und bei Seite geräumt.

Um 13:34 wurden beide Löschzüge der Gemeinde zu einem Gasaustritt auf der Kirchstraße alarmiert. Bei Bauarbeiten wurde eine unterirdische Gasleitung beschädigt, hierdurch trat  unkontrolliert Erdgas aus. Durch die Feuerwehr wurden mehrere Häuser auf der Kirchstraße geräumt und Messungen durchgeführt. Die Bewohner der betroffenen Häuser wurden kurzfristig in der Grundschule Rheurdt untergebracht. Durch das Energieversorgungsunternehmen konnte die Leitung schließlich abgeschiebert werden und der Gasaustritt so gestoppt  werden. Zur Unterstützung wurde der Löschzug Sevelen zusätzlich alarmiert.

Samstagabend wurde durch den Löschzug Rheurdt der Rettungsdienst unterstützt. Eine Person mit Gesundheitsproblemen war nicht mehr in der Lage die Wohnungstüre zu öffnen. Durch  die Feuerwehr wurde die Türe geöffnet und so dem Rettungsdienst Zugang zur Wohnung verschafft.

Am späten Sonntagnachmittag war der Löschzug Schaephuysen bei einem Verkehrsunfall auf der L140 in Saelhuysen im Einsatz. Auf schneeglatter Straße waren zwei PKW zusammengestoßen. Die insgesamt 4 leichtverletzten Personen wurden betreut und anschließend durch drei Rettungswagen aus Wachtendonk und Moers in umliegende Krankenhäuser   verbracht. Durch die Feuerwehr wurden die Batterien der Unfallfahrzeuge abgeklemmt und die Einsatzstelle ausgeleuchtet.

Um 21:30 Uhr wurden beide Einheiten wieder alarmiert, dieses Mal waren durch Sturmböen mehrere Bäume im Bereich des Littardweg umgestürzt. Die Bäume wurden mittels Kettensäge   zerkleinert, und auf Grund der Größe teilweise mit einem privaten Traktor zur Seite geräumt.

Großeinsatz für die Feuerwehr Rheurdt

Am Mittwoch, dem 13. September 2017 kam es auf dem Hochend zu einem Großbrand auf einem Reiterhof. Beim Eintreffen der Löschzüge Rheurdt und Schaephuysen stand eine Halle, in der ca. 3.000 qm Stroh gelagert wurde in Vollbrand, das Feuer hatte auch schon auf eine benachbarte Reithalle übergegriffen.
Die Pferde waren zu diesem Zeitpunkt schon durch die anwesenden Besitzer und Betreiber des Reiterhofes aus den Pferdeboxen in Sicherheit gebracht worden.
Die ersten Maßnahmen der Feuerwehr richteten sich auf so genannte Riegelstellungen, um ein weiteres Ausbreiten des Brandes auf die Nachbargebäude zu verhindern. Für das Strohlager kam dort bereits schon jede Hilfe zu spät.

Auf Grund des ausgedehnten Brandes wurde durch die Einsatzleitung umgehend Verstärkung durch die Löschzüge Vluyn und Aldekerk angefordert. So konnte der Brand über die Drehleiter Vluyn von Oben bekämpft werden und durch die Kerkener Kameraden die nötige Löschwasserversorgung sichergestellt werden. Weiterhin wurde der Einsatzleitwagen des Kreises Kleve und ein Fahrzeug mit zusätzlichen Atemschutzgeräten von der Feuerwehr Moers angefordert.

Nachdem der Brand in den Abendstunden nahezu bekämpft war, wurde durch das THW Moers das Brandgut mittels Radlader aus der Halle herausgefahren und mittels mehreren schweren LKW auf ein Feld ins Bruch gefahren. Hierbei musste jedoch jede einzelne Schaufel des Radladers durch die Feuerwehr abgelöscht werden. Auch am Lagerplatz des Brandgutes wurde ein Feuerwehrfahrzeug zum Ablöschen eingesetzt.
Während dieser Arbeiten kam es zu einem Rohrbruch in der Hauptwasserleitung auf der Hauptstraße, so dass kein Löschwasser mehr aus dem Hydrantennetz zur Verfügung stand. Das Löschwasser musste von diesem Zeitpunkt an durch vier Feuerwehrfahrzeuge mit großem Wassertank (Schaephuysen, Vluyn, Moers, Rheinberg) über 8 Stunden im Pendelverkehr an die Einsatzstelle herangeschafft werden. An der Einsatzstelle selber hatte die Feuerwehr Kamp-Lintfort einen 10.000 Liter fassenden Tank als Pufferbehälter in Stellung gebracht.

2017 09 27 Einsatz Linen Bild 1Die Straße Hochend musste auf Grund des Pendelverkehrs und der Wassereinspeisung in den Pufferbehälter aber auch durch die massive Verschmutzung durch die LKW, die das Brandgut abfuhren, komplett über einen längeren Zeitraum gesperrt werden.
Bei den Nachlöscharbeiten unterstützen noch einmal Feuerwehren aus Sevelen, Kempen und Neukirchen-Vluyn, da die Einsatzkräfte der Feuerwehr Rheurdt nach stundenlangem Einsatz erschöpft waren. Zur Verpflegung der Einsatzkräfte wurde eine Einheit des Deutschen Roten Kreuzes aus Weeze angefordert. Das DRK versorgte von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen ca. 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Getränken und Speisen.
An den nachfolgenden Tagen waren Nachlöscharbeiten notwendig, da immer wieder Flammen aus den Strohresten am Lagerplatz aufloderten. Der Einsatz konnte am Sonntag, 17. September endgültig beendet werden.

Obwohl ein Einsatz in solcher Größe bzw. mit so vielen Einheiten noch nie vorher geübt wurde verlief der Einsatz reibungslos und strukturiert ohne größere Probleme. An dieser Stelle gilt noch einmal ein besonderer Dank allen am Einsatz beteiligten Kräften, die teilweise stundenlang im Einsatz waren!

Feuerwehr Rheurdt probte den Ernstfall

Rund 40 Einsatzkräfte der Löschzüge Rheurdt und Schaephuysen führten am Freitag, dem 23. Juni 2017 eine Einsatzübung in der alten Grundschule in Rheurdt durch. Vorbereitet wurde die Übung durch Gemeindebrandinspektor Markus Jansen und Marc Nissing. Damit die Übung möglichst realitätsnah erschien wurde das Gebäude durch zwei Nebelmaschinen „verraucht“.

Angenommene Lage war ein Kellerbrand, durch den das gesamte Gebäude stark verraucht war. Zwei Personen wurden im Keller vermisst und mussten durch zwei Trupps unter Pressluftatmer durch den Löschzug Schaephuysen gesucht und aus dem Gebäude gerettet werden. Eine dritte Person war im ersten Obergeschoss durch den Brandrauch eingeschlossen. Diese Person wurde über Leitern der Feuerwehr durch den Löschzug Rheurdt gerettet. Im Anschluss wurde das Gebäude nach weiteren Personen abgesucht. Insgesamt vier Atemschutztrupps wurden während der Übung eingesetzt.

Ziel der Übung war die Zusammenarbeit der beiden Löschzüge weiter zu vertiefen und den Einsatz unter Atemschutz zu trainieren. Die Führungskräfte übten die Koordination der Einsatzkräfte und eventuelle Nachforderungen von zusätzlichen Einsatzkräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.

2017 06 23 Übung Rheurdt 1

Einweisung der Führungskräfte in die Lage 

2017 06 23 Übung Rheurdt 2

Vornahme einer tragbaren Leiter zur Menschenrettung 

2017 06 23 Übung Rheurdt 3

Vornahme einer tragbaren Leiter zur Menschenrettung 

2017 06 23 Übung Rheurdt 4

Angriffstrupp verlegt seine Angriffsleitung 

2017 06 23 Übung Rheurdt 5

Sicherungstrupp in Bereitstellung