Heißes Training für Rheurdter Brandschützer

Eine Brandbekämpfung unter realen Bedingungen zu üben, ist gar nicht so einfach. Aus diesem Grund gibt es seit 2002 die sogenannte „Heißausbildung“. Hier werden in geeigneten Übungsanlagen Brände durch Gas- oder Feststoffbefeuerung simuliert.

Die Gemeinde Rheurdt übernimmt alle zwei Jahre die Ausbildungskosten für die beiden Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr. Sechs Atemschutzgeräteträger des Löschzuges Rheurdt, darunter eine Frau, nahmen in ihrer Freizeit am Lehrgang der Berufsfeuerwehr Essen am Samstag, 17.10.2015 teil.

Nach einer kurzen Sicherheitsunterweisung, ging es für die sechs Teilnehmer zur Wärmegewöhnung in das Brandobjekt. Dieses wurde mit brennendem Gas auf Temperatur gebracht. In der Mitte des Raumes entstanden Temperaturen bis 240°C. Die Ausbildung unter einsatzrealistischen Bedingungen ist das Ziel bei der Heißausbildung.

Im Rahmen eines anschließenden Strahlrohrtrainings wurden die Strahlrohrführung und die umfangreichen Möglichkeiten eines Hohlstrahlrohrs verinnerlicht. Außerdem wurden die Vorgehensweisen mit dem Schlauch, das „Schlauchmanagement“ vertieft.

In der gasbefeuerten Anlage trainierten die Einsatzkräfte ihre Fertigkeiten für den Brandeinsatz unter realtypischen Bedingungen. Die Szenarien die sich die Trainer hierfür ausgedacht hatten waren ein „Brand in einer Küche mit Fritteuse“, ein „Zimmerbrand in einer Maisonettwohnung“ sowie ein „Vollbrand in einer Maisonettwohnung mit Menschenrettung“.

Neben dem systematischen Absuchen von Räumen und Türöffnungsprozederen ging es auch darum, Rauchschichtungen richtig zu beurteilen und den Gefahren eines Flash-Overs wirkungsvoll zu begegnen.

Um die Versorgung der sechs Geräteträger während der Ausbildung kümmerten sich drei weitere Kameraden des Löschzuges Rheurdt. Am Ende des Trainings waren die Teilnehmerin und die Teilnehmer um einige wertvolle Erfahrungen reicher.