Aktuelles

Großeinsatz für die Feuerwehr Rheurdt

Am Mittwoch, dem 13. September 2017 kam es auf dem Hochend zu einem Großbrand auf einem Reiterhof. Beim Eintreffen der Löschzüge Rheurdt und Schaephuysen stand eine Halle, in der ca. 3.000 qm Stroh gelagert wurde in Vollbrand, das Feuer hatte auch schon auf eine benachbarte Reithalle übergegriffen.
Die Pferde waren zu diesem Zeitpunkt schon durch die anwesenden Besitzer und Betreiber des Reiterhofes aus den Pferdeboxen in Sicherheit gebracht worden.
Die ersten Maßnahmen der Feuerwehr richteten sich auf so genannte Riegelstellungen, um ein weiteres Ausbreiten des Brandes auf die Nachbargebäude zu verhindern. Für das Strohlager kam dort bereits schon jede Hilfe zu spät.

Auf Grund des ausgedehnten Brandes wurde durch die Einsatzleitung umgehend Verstärkung durch die Löschzüge Vluyn und Aldekerk angefordert. So konnte der Brand über die Drehleiter Vluyn von Oben bekämpft werden und durch die Kerkener Kameraden die nötige Löschwasserversorgung sichergestellt werden. Weiterhin wurde der Einsatzleitwagen des Kreises Kleve und ein Fahrzeug mit zusätzlichen Atemschutzgeräten von der Feuerwehr Moers angefordert.

Nachdem der Brand in den Abendstunden nahezu bekämpft war, wurde durch das THW Moers das Brandgut mittels Radlader aus der Halle herausgefahren und mittels mehreren schweren LKW auf ein Feld ins Bruch gefahren. Hierbei musste jedoch jede einzelne Schaufel des Radladers durch die Feuerwehr abgelöscht werden. Auch am Lagerplatz des Brandgutes wurde ein Feuerwehrfahrzeug zum Ablöschen eingesetzt.
Während dieser Arbeiten kam es zu einem Rohrbruch in der Hauptwasserleitung auf der Hauptstraße, so dass kein Löschwasser mehr aus dem Hydrantennetz zur Verfügung stand. Das Löschwasser musste von diesem Zeitpunkt an durch vier Feuerwehrfahrzeuge mit großem Wassertank (Schaephuysen, Vluyn, Moers, Rheinberg) über 8 Stunden im Pendelverkehr an die Einsatzstelle herangeschafft werden. An der Einsatzstelle selber hatte die Feuerwehr Kamp-Lintfort einen 10.000 Liter fassenden Tank als Pufferbehälter in Stellung gebracht.

2017 09 27 Einsatz Linen Bild 1Die Straße Hochend musste auf Grund des Pendelverkehrs und der Wassereinspeisung in den Pufferbehälter aber auch durch die massive Verschmutzung durch die LKW, die das Brandgut abfuhren, komplett über einen längeren Zeitraum gesperrt werden.
Bei den Nachlöscharbeiten unterstützen noch einmal Feuerwehren aus Sevelen, Kempen und Neukirchen-Vluyn, da die Einsatzkräfte der Feuerwehr Rheurdt nach stundenlangem Einsatz erschöpft waren. Zur Verpflegung der Einsatzkräfte wurde eine Einheit des Deutschen Roten Kreuzes aus Weeze angefordert. Das DRK versorgte von Mittwochabend bis Donnerstagmorgen ca. 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit Getränken und Speisen.
An den nachfolgenden Tagen waren Nachlöscharbeiten notwendig, da immer wieder Flammen aus den Strohresten am Lagerplatz aufloderten. Der Einsatz konnte am Sonntag, 17. September endgültig beendet werden.

Obwohl ein Einsatz in solcher Größe bzw. mit so vielen Einheiten noch nie vorher geübt wurde verlief der Einsatz reibungslos und strukturiert ohne größere Probleme. An dieser Stelle gilt noch einmal ein besonderer Dank allen am Einsatz beteiligten Kräften, die teilweise stundenlang im Einsatz waren!

Feuerwehr Rheurdt probte den Ernstfall

Rund 40 Einsatzkräfte der Löschzüge Rheurdt und Schaephuysen führten am Freitag, dem 23. Juni 2017 eine Einsatzübung in der alten Grundschule in Rheurdt durch. Vorbereitet wurde die Übung durch Gemeindebrandinspektor Markus Jansen und Marc Nissing. Damit die Übung möglichst realitätsnah erschien wurde das Gebäude durch zwei Nebelmaschinen „verraucht“.

Angenommene Lage war ein Kellerbrand, durch den das gesamte Gebäude stark verraucht war. Zwei Personen wurden im Keller vermisst und mussten durch zwei Trupps unter Pressluftatmer durch den Löschzug Schaephuysen gesucht und aus dem Gebäude gerettet werden. Eine dritte Person war im ersten Obergeschoss durch den Brandrauch eingeschlossen. Diese Person wurde über Leitern der Feuerwehr durch den Löschzug Rheurdt gerettet. Im Anschluss wurde das Gebäude nach weiteren Personen abgesucht. Insgesamt vier Atemschutztrupps wurden während der Übung eingesetzt.

Ziel der Übung war die Zusammenarbeit der beiden Löschzüge weiter zu vertiefen und den Einsatz unter Atemschutz zu trainieren. Die Führungskräfte übten die Koordination der Einsatzkräfte und eventuelle Nachforderungen von zusätzlichen Einsatzkräften der Feuerwehr und des Rettungsdienstes.

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Einweisung der Führungskräfte in die Lage 

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Vornahme einer tragbaren Leiter zur Menschenrettung 

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Vornahme einer tragbaren Leiter zur Menschenrettung 

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Angriffstrupp verlegt seine Angriffsleitung 

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Sicherungstrupp in Bereitstellung 

Ausbildungsdienst Sprungpolster & Tragbare Leitern

Ausbildungsdienste sind im Rahmen der Feuerwehrtätigkeit unabdingbar. Alle Kammeraden (SB) der Feuerwehr durchlaufen eine 160-stündige Feuerwehrgrundausbildung, auf welche dann alle weiteren Ausbildungsmodule aufbauen. Ebenso sind auch die Übungsabende  auf dieser Grundlage konzipiert. Unser eigener Anspruch und ebenfalls der Anspruch des Gesetzgebers ist die Unterhaltung einer leistungsfähigen Feuerwehr, dies erreichen wir nur, durch verschiedene Einsatzübungen, sowie Ausbildungsdienste.

Am 09.06.2017 wurde ein Ausbildungsdienst zum Thema "Tragbare Leitern" & "Sprungpolster" veranstaltet. Hierbei wurde durch den Löschzugführer Matthias Rickers die Funktionsweise unseres Sprungretters wiederholt, ebenfalls wurden Einsatztaktiken, EInsatzgrundsätze und der Umgang mit dem Sprungpolster besprochen. Außerdem haben wir das Anleitern an Hauswänden und Fenstern geübt, sowie theoretisch den Einsatz von Leitern besprochen.

Insgesamt: ein erfolgreicher Ausbildungsdienst an der alten Grundschule.

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Einsatzbereiter Sprungretter, Bild: Privat

Markus Jansen und Markus Gehrmann bilden die neue Wehrleitung

Neuer Wehrführer und Stellvertreter bei der Ernennung 2017 05 10

Die Freiwillige Feuerwehr Rheurdt hat seit dem 03. April 2017 eine neue Wehrleitung. Markus Jansen und Markus Gehrmann sind nach einer Anhörung beider Löschzüge der Gemeinde und eines entsprechenden Ratsbeschlusses durch Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen zum neuen Wehrleiter und Stellvertreter ernannt worden.

Bevor Markus Jansen das Amt des Wehrleiters übernahm, bekleidete er das Amt des stellvertretenden Löschzugführers des Löschzuges Rheurdt. Er trat 1996 mit 11 Jahren in die Jugendfeuerwehr des örtlichen Löschzuges ein und durchlief seitdem die Ausbildungsstufen bis zum Gemeindebrandinspektor. Sein besonderes Interesse galt in der Vergangenheit der Jugendfeuerwehr, in der er zunächst als Betreuer und später als Gemeindejugendfeuerwehrwart arbeitete. Markus Jansen ist im Zivilberuf Einrichtungsleiter einer zentralen Unterbringungseinrichtung für Flüchtlinge, Arbeitgeber ist die Bezirksregierung Düsseldorf.

Sein Stellvertreter Markus Gehrmann kommt aus dem Löschzug Schaephuysen und erwarb seine feuerwehrtechnischen Erfahrungen in Ausbildungsgängen seit seinem Eintritt in die Jugendfeuerwehr 1981 bis zum stellvertretenden Löschzugführer in 36 Jahren Zugehörigkeit zur Feuerwehr und ist heute Brandoberinspektor. Markus Gehrmann ist von Beruf Diplom-Wirtschaftsingenieur und arbeitet im Großkunden-Management der Linde AG.

Bei der Ernennung freute sich der Bürgermeister, die Leitung der Feuerwehr in bewährten Händen zu sehen und wünschte den neu Ernannten für die Zukunft alles Gute und eine gute Zusammenarbeit.